PROJEKTE

BHKW bei der Brauerei Aying

 

Bereits Anfang 2014 wurde auf dem Gelände der Brauerei Aying das neue BHKW zur kombinierten Erzeugung von Strom und Wärme in Betrieb genommen. Zwischenzeitlich ist die Phase der Inbetriebnahme und Optimierung abgeschlossen.

 

Die Prozesse einer Brauerei sind sehr energieintensiv. Moderne Anlagen zur Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) leisten hier einen großen Anteil, die benötigte Energie kostengünstig und umweltfreundlich dort zu produzieren, wo sie gebraucht wird.

 

Das Block-Heiz-Kraft-Werk (BHKW) besteht im Wesentlichen aus einem Verbrennungsmotor für Erdgas und aus einem Generator, welcher Strom erzeugt. Durch den Verbrennungsprozess entsteht Abwärme, die vor allem im Kühlwasser, im Ölkreislauf sowie im Abgas vorhanden ist. Bei Verbrennungsmotoren mit Turbolader und Zwischenkühlung kann zusätzlich Abwärme aus der Gemischkühlung genutzt werden.

 

Um eine hohe Laufzeit und damit verbunden eine gute Wirtschaftlichkeit zu erreichen, ist eine exakte und gewissenhafte Planung der Gesamtanlage notwendig. Von großer Bedeutung sind die zur Verfügung stehenden Wärmesenken, die auf dem gegebenen Temperaturniveau Wärmeenergie benötigen. Im vorliegenden Fall sind die Erzeugung von Brau- und Betriebswarmwasser sowie zwei Heizkreise an den Kühlkreislauf des BHKW angeschlossen.  Da Wärmebereitstellung und -bedarf nicht immer zeitgleich erfolgen, wurde im Silogebäude ein isolierter Wärmespeicher mit ca. 30.000 Liter Wasserinhalt installiert.

 

Die Abgaswärme wird über einen eigenen Wärmetauscher direkt dem Rücklauf des bestehenden Hochdruck- Heißwasser-Systems zugeführt. Die Amortisationszeit für die Anlage oder auch der Return on Investment (ROI) liegen bei ca. 3 Jahren.

Das BHKW liefert eine elektrische Leistung von 200 kW und eine thermische Leistung von 230 kW. Um die Schallemissionen, gerade im Hinblick auf benachbarte Firmen und Anwohner, gering zu halten, ist das BHKW in einem schallgedämmten Container untergebracht.  

 

Der erzeugte Strom wird zum größten Teil direkt in der Brauerei genutzt. Überschüssiger Strom wird in das öffentliche Netz eingespeist und nach dem KWK-Gesetz vergütet. Von Januar bis Mai 2014 konnte der Strombedarf der Brauerei zu knapp 70 % durch die Eigenstromerzeugung gedeckt werden.

 

Gegenüber einer getrennten Wärmeerzeugung durch einen gasbefeuerten Kessel und Strombezug über das öffentliche Netz konnten die CO2-Emissionen in diesem Zeitraum um mehr als 50 Tonnen reduziert werden. Auf ein ganzes Jahr gerechnet verringern sich die CO2-Emissionen bereits um weit über 100 Tonnen.

Somit dient die KWK-Anlage nicht nur der Kostenreduzierung bei der Energieversorgung sondern auch der Umwelt.

 

Der umweltbewußte Verbraucher kann das Bier der Privatbrauerei Aying zukünftig mit gutem Gewissen noch intensiver genießen.